Beethoven war es, Sigmund Freud auch und Anton Wildgans sowieso. Sie waren alle Kinder der Stadt.
Die Universitätsstraße 11 im Herzen von Wien war und ist nicht nur für diese drei ein Ort der Inspiration, des Gedankenaustausches und der Ruhe. Das ehemalige Café Beethoven, ist heute als Café Stadtkind noch immer ein Ort, wo sich jung und alt zum Austausch treffen.

Die Anfänge der Wiener Kaffeehauskultur liegen in der Gemütlichkeit der Wienerinnen und Wiener. Die Landeshauptstadt wurde schnell für ihre Gastfreundlichkeit bekannt.

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Das damalige Café Beethoven war unter anderen eines der wichtigsten Orte für Literaten und Studenten. In dem Kaffeehaus nahe der Universität waren Sigmund Freud und Anton Wildgans gern gesehene Gäste.

Anders als in gewöhnlichen Kaffeehäusern war es damals schon auch im Café Beethoven durchaus üblich, dass Gäste stundenlang am Tisch gesessen sind, dort arbeiten, schreiben und lange Zeit mit den in Bugholz eingespannten Zeitungen verbringen stand an der Tagesordnung.

Wo Stefan Zweig mit Sigmund Freud diskutierte (der praktisch um die Ecke wohnte), wo Anton Wildgans sich seiner Stadtsehnsucht hingab und szenige Secondhand-Mode verkauft wurde – wird Künstlern wieder eine Bühne geboten. Vor dem „Stadtkind“ befand sich in den 1970er und 1980er Jahren das legendäre „Flip“ – ein Laden, in dem man um wenig Geld US-Mode aus den 1960ern erstehen konnte. Danach folgte der Reihe nach eine Unzahl von Lokalen, die sich alle aber nur kurz hielten. Heute sitzt man auf klassischen Roland-Rainer-Sesseln (bekannt aus der Stadthalle) oder auf Lederbänken vor großen Spiegeln. Auf den Tischen gebügelte weiße Stofftischtücher. Dies ist eine Mischung aus Kaffeehaus und französischem Bistro – kommunikativ Tisch an Tisch.

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Den heutigen Stadtkindern wird in unmittelbarer Nähe zu Landesgericht und Universität eine Lebensbühne geboten: rund um die Uhr Frühstück, an jedem Wochentag brunchen, Wochenkarten mit einer Vielfalt an Gerichten und abends bei ausgesuchter Musik – Cocktails und feine Gaumenfreuden.

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Im Sommer breitet das Stadtkind seinen Schanigarten aus, riesige Fenster öffnen das Lokal – innen und außen verschwimmen. Gleich neben der Uni kann man seine Mittagspause oder einen lauen Sommerabend mit einem leichten Ziegenkäse-Salat, Lachsfilet mit Zitronen-Kapernbutter oder gegrillten Sommergerichten auf Stangensellerie-Zuckerschoten-Radieschen-Salat genießen. Dazu vielleicht eines der hausgemachten Biosodas, Ice Tea Black Lime oder ein erfrischendes Augustiner vom Fass und danach einen Café Freddo.